Die Hochschule als Ort der Integration – Möglichkeiten und ihre Grenzen
Unter dem Titel »Die Hochschule als Ort der Integration – Möglichkeiten und ihre Grenzen« fand dieses Jahr vom 13.-16. August das hochschulpolitische Wochenendseminar von Die Linke.SDS im Naturfreundehaus Hannover statt. Den Teilnehmenden sollte zunächst die Hochschule als pontentieller Ort der Integration begreifbar gemacht werden. Gleichzeitig sollten Diskussion zu den Grenzen jenes Potentials und den vielschichtigen Diskriminierungserfahrungen an Hochschulen angestoßen werden. So sollten sowohl jene, die keine Erfahrungen mit Diskriminierung machen, für ein Engagement gegen solche gewonnen, als auch jene, die tagtäglich Erfahrungen mit Diskrimierung machen, ermutigt werden, gegen sie vorzugehen. Im Mittelpunkt stand dabei stets die Frage welche Rolle der verfassten Studierendenschaft und studentischem Engagement bei dieser gesamtgesellschaftlichen Fragen zukommt.

Verschiedene Gäste wurden für Impulsreferate und Workshops eingeladen. In Kleingruppen brachten etwa Roland Siegel, Mitglied des SCHLAU e.V. Siegen, Maide Isikoglu, Referentin im Autonomen LesBi Referat der HHU Düsseldorf und Daniel Urbach, der als Gewerkschafter mit studentischen Beschäftigten zusammenarbeitet, ihre Erfahrungen und Gedanken ein.

Während viel Einigkeit über die Notwendigkeit von Engagement gegen Diskriminierung bestand, wurde gleichzeitig auch kontrovers über die Reichweite des Integrationsbegriffs selbst diskutiert. Im Mittelpunkt der Bemühungen, da konnten sich die Teilnehmenden drauf einigen, müssten die Bedürfnisse von Betroffenen stehen. Daran soll weiter gearbeitet werden, einige Ideen wurden in produktiver Atmosphäre ausgetauscht.