Unsere Kampagne zur Bundestagswahl

#Systemwechsel. Zukunft wird gemacht!

#Systemwechsel. Zukunft wird gemacht.

 

2021 stehen wieder Bundestagswahlen an. Viele unserer Generation glauben an die Erzählung eines modernen und sicheren Deutschlands. Doch was ist in den letzten Jahren eigentlich passiert? Die Finanzkrise, Rüstungsexporte in Milliardenhöhe, die Gründung der AfD und ihr Einzug in die deutschen Parlamente, die Klimakrise, rassistische Polizeigewalt und die Lage in Moria – diverse Missstände und Krisen haben uns immer wieder auf die Straßen getrieben. Seit einem Jahr hält uns die Corona-Pandemie in Atem und das Krisenmanagement der Regierung versagt auf ganzer Linie. Wir haben gefordert, protestiert und gestreikt, aber geändert hat sich nicht viel und die Aussichten sind düster. Wir wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Doch wie genau soll die Welt, in der wir leben wollen, aussehen?

Unsere Utopie: Eine Zukunft für alle.
Als sozialistisch-demokratischer Studierendenverband streiten wir für ein System, in dem Menschen wirklich frei und gleichberechtigt leben. Die vermeintliche Herkunft sollte nicht darüber entscheiden, ob sich Menschen sicher auf der Straße bewegen können. Bildung sollte keine Geldfrage sein. Und Geschlecht oder Sexualität sollten nicht den Lebensweg oder gar den Wert eines Menschen bestimmen. Daher fordern wir eine Welt, in der alle Bereiche der Gesellschaft demokratisiert sind. Gesundheit, Wohnen und Ernährung dürfen nicht dem Wettbewerb eines unberechenbaren Marktes überlassen werden. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, die unseren Planeten nicht den Profitinteressen der Konzerne opfert, sondern das Wohl des Menschen ins Zentrum stellt. Unsere Utopie ist eine Zukunft für alle.

Solidarität von unten aufbauen 
Natürlich ist uns klar, dass diese Utopie nicht einfach vom Himmel fällt, und trotzdem ist sie nicht unerreichbar. Denn wo wir Krisen und Gefahren gegenüberstehen, wächst auch Rettung. Solidarität und Miteinander haben immer wieder bewiesen, dass eine andere Welt möglich ist. Sei es die private Seenotrettung im Mittelmeer, Gabenzäune in der Corona-Pandemie oder 250.000 Demonstrant*innen bei #unteilbar. An vielen Stellen wird der Kampf um Veränderung schon längst geführt. In den letzten Jahren haben uns die Einführung von Hartz IV, der Ausbau von Frontex sowie die zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern gezeigt, dass die Regierenden nicht an unserem Wohlergehen interessiert sind. Deswegen müssen wir mit solidarischen Antworten dagegenhalten. Menschen schließen sich zusammen, bieten einander Hilfe, wo der Staat wegguckt, und überwinden Ohnmacht und Resignation.
 Für Solidarität im Hier und Jetzt.

Aufbruch an den Hochschulen

Doch Veränderung erreichen wir nur gemeinsam. Diese Herausforderung kann uns niemand abnehmen. Daher müssen wir uns dort organisieren, wo wir leben, arbeiten und auch lernen. Bildung und Kultur müssen Orte sein, die für alle Menschen offen stehen und ihnen Raum zur freien Entfaltung bieten. Noch immer ist es eine Frage der sozialen Herkunft, welchen Bildungsweg man einschlägt. Außerdem sind wir nicht nur Lernende, sondern auch Eltern, Arbeiter*innen, Frauen, Queers, Schwarze und People of Color. Deshalb setzen wir uns für eine Erhöhung der staatlichen Grundfinanzierung ein, damit Hochschulen unabhängig von der Privatwirtschaft forschen und lehren können. Kritische Wissenschaft muss wieder einen Platz am Campus finden! Wir verlangen echte demokratische Mitbestimmung an den Hochschulen, um selbst für unsere Interessen eintreten zu können. Gleichzeitig kämpfen wir für Tarifverträge für studentische Beschäftigte und ein elternunabhängiges BaföG als Vollzuschuss für alle Studierenden.  
Wir organisieren uns für einen Aufbruch an den Hochschulen und die Zeit danach.

LINKE WÄHLEN & BEIM SDS MITMACHEN!

In diesem Jahr finden Bundestagswahlen statt, doch allein eine neue Regierung zu wählen, wird uns nicht retten. Das System, in dem wir leben, ist veränderbar. Einen Wandel erreichen wir jedoch nur kollektiv, demokratisch und von unten. Ein Blick in die Geschichte zeigt uns: Verbesserungen und Reformen wurden immer erkämpft, aber nie von den Regierenden geschenkt. Egal, ob es das Wahlrecht der Frauen war, der 8-Stunden-Tag oder die Ehe für alle. Die LINKE ist die einzige Partei, die sich mit uns für diese Veränderungen einsetzt. Deswegen brauchen wir eine starke LINKE, die konsequent für einen sozial-ökologischen Systemwechsel steht. Wir organisieren uns beim SDS, um gemeinsam zu lernen, Bewegungen aufzubauen und für unsere Utopie zu streiten. Wir wollen mitbestimmen, wie unsere Welt in zehn Jahren aussehen soll. 
Denn Zukunft wird gemacht!

»Für mich bedeutet das eine vollständige Demokratisierung der Gesellschaft, insbesondere der Wirtschaft, und ihre Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen. Ich glaube, dass es demokratiegefährdend ist, wenn zehn Prozent der Menschen zwei Drittel des Vermögens besitzen oder wenn private gewinnorientierte Konzerne über einen großen Teil der Infrastruktur verfügen und den sozial-ökologischen Umbau blockieren. Kapitalismus hat keinen Verfassungsrang, er ist im Grundgesetz nicht festgeschrieben. Dort sind dagegen Dinge festgeschrieben, gegen die dauernd verstoßen wird: dass Eigentum verpflichtet, zum Beispiel, oder der Schutz der Menschenwürde. Um diese Werte der Verfassung und das Klima zu schützen, braucht es einen Systemwechsel.«

Janine WisslerParteivorsitzende DIE LINKE

»Umso wichtiger ist, dass klar umrissene emanzipatorische Alternativen öffentlich sichtbar werden, die einen Bruch mit dem Bestehenden fordern. Auch dafür gibt es Beispiele: neue Allianzen von Klimabewegungen, Umweltverbänden und Gewerkschaften; Forderung nach einer Gemeinwohlwirtschaft, wie sie etwa der BUND propagiert; die Frauenstreikbewegung, die neue Formen des Arbeitskampfs erprobt; die weltweiten Proteste von Black Lives Matter gegen Rassismus und Polizeigewalt. All das zeigt: Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Und analytischer Realismus wirkt mobilisierend.«

Klaus DörreProfessor für Soziologie in Jena

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